SPD Ortsverein Bietigheim-Bissingen

 

Aussetzung der Vereinsförderung im HH 2021; Stellungnahme der Fraktion

Veröffentlicht in Gemeinderatsfraktion

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleg*innen,
„das Vereinsleben in Bietigheim-Bissingen ist in Gefahr, insbesondere die Sportvereine müssen dichtmachen, weil die Vereinsförderung im Haushalt 2021 gekürzt werden soll.“ Wenn Sie diese Aussage von mir erwarten, muss ich Sie enttäuschen. Vielleicht wäre es populärer, wenn ich gegen eine Kürzung der Vereinsförderung wäre.

Aber das wichtigste, was wir dieser Tage brauchen, ist Solidarität.

Ob diese Solidarität wirklich für die Finanzierung der städtischen Aufgaben notwendig ist, kann diskutiert werden, da kann man unterschiedliche Meinungen vertreten.

Aber so, wie die Vereine von ihren Vereinsmitgliedern Solidarität mit ihrem Verein erbitten und bekommen, so wollen sie auch solidarisch mit unserer Stadt sein. Dies haben die Mitgliedsvereine des Stadtverbandes bei ihrer Mitgliederversammlung im Oktober 2020 beschlossen.

Zum Verständnis ist es hilfreich, nicht pauschal von 25 oder 30% Kürzung der Vereinsförderung zu reden, sondern sich genau anzusehen, wie sich die Reduzierungen auf die Vereine direkt auswirken.

Für jeden Verein entfällt die Grundförderung in Höhe von 100€.

Für die Vereine, die zu überregionalen Meisterschaften fahren, bleiben die vollen Fahrtkostenzuschüsse für Jugendliche. Im Erwachsenenbereich bleibt die Hälfte des Fahrkostenzuschusses von 15 Cent je Kilometer und aktivem Teilnehmer. Wie sich das genau auswirkt, werden wir im Laufe des Jahres sehen, wenn hoffentlich der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Bleiben noch die Zuschüsse für lizensierte Übungsleiter und Trainer. Es lässt sich nur aufwändig trennen, ob die Übungsleiter*innen im Jugend- oder Erwachsenenbereich tätig sind. Deshalb teilen sich die Stadt und der Stadtverband für Sport diese Aufwendungen je zur Hälfte. Ergebnis: bei den Vereinen kommt dasselbe Geld an – und nach den inzwischen beschlossenen Regelungen zwischen Land und Sportverband ist es derselbe Betrag wie 2019.

In Summe kommt es also, wie vereinbart, für die wichtige Jugendarbeit bei den Vereinen nicht zu Kürzungen, bei der Erwachsenenförderung sind die Reduzierungen in verschmerzbarem Rahmen.

Im Übrigen bewegen sich die Kürzungen genau im selben Bereich wie bereits bei der Finanzkrise 2010 – auch damals musste die Stadt sparen und die Vereine haben solidarisch ihren Teil dazu beigetragen.

Ein wesentlicher Unterschied besteht aber doch: die Finanzkrise hat die Vereine nicht daran gehindert, über Feste und Veranstaltungen zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dies ist unter Corona-Bedingungen nicht möglich. Deshalb müssen wir die Situation bei den Vereinen im Lauf des Jahres sehr genau beobachten und im Ernstfall im Einzelfall korrigierend eingreifen. Es ist doch einhellige Meinung, dass kein Verein wegen Corona insolvent werden soll.

Die Vereine, egal ob kultur- oder sporttreibend, sind für das soziale Miteinander, für die Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen ungeheuer wichtig – das hören wir in jeder Sonntagsrede. Die Vereine und ihre Mitglieder wissen, wie Solidarität geht. Sie erwarten, wenn Gemeinschaft wieder möglich wird, nicht als freiwillige Nebensache angesehen, sondern bei der Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten großzügig und unbürokratisch behandelt zu werden.

Wir stimmen der Vorlage zu.
(Günter Krähling)

 

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