SPD Ortsverein Bietigheim-Bissingen

 

Verantwortung: Die Feuerwehr gut ausstatten

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

Bietigheimer Zeitung, Donnerstag 18. Okt. 2018

Bietigheim-Bissingen

Das Wort hat ..

 

 

Thomas Reusch-Frey, SPD-Fraktion

 

Wenn es im Gemeinderat um die Feuerwehr geht, ist Verantwortung gefragt. Dabei mag die Faszination mitschwingen, die viele – und auch ich – aus Kindertagen mit der Feuerwehr verbinden. In dem roten Fahrzeug mitfahren zu dürfen, war ein unvergessliches Erlebnis.

Wie hart die Realität bei Einsätzen unserer Feuerwehr ist, bleibt dabei eher verborgen. Aber wir alle wissen: Feuer kann eine ungeheure Gewalt entwickeln. Brände im Mittelalter haben ganze Städte verwüstet. Und heute?
 

Unvergesslich habe ich die verheerende Zerstörung vom Großbrand bei Dürr Dental im März 2013 vor Augen. Der Gemeinderat stellt das Geld für die Ausstattung der Feuerwehr zur Verfügung. Zwei neue Löschfahrzeuge werden benötigt: Eines in Bietigheim für das 27 Jahre alte Fahrzeug. Das andere in Bissingen für ein 25 Jahre altes Feuerwehrauto.

Die Kosten? Genau sind es 1 034 897,98 Euro. Viel Geld! Doch ich halte diese Anschaffung für absolut notwendig und gut nachvollziehbar. Es geht nicht um die Erfüllung von wachsweichen Wünschen der Feuerwehr. Dieses Geld dient der Sicherheit und dem Schutz von uns allen! Wir brauchen eine Feuerwehr, die bestmöglich für alle Schadensfälle ausgestattet ist.

Bei zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen bleibt es nicht. Weitere Investitionen stehen an: Allein in Bietigheim werden 650 000 Euro für einen Neubau benötigt. Wofür genau?

Neben dem Löschen von Bränden werden Hilfsleistungen etwa bei Hochwasser, Verkehrsunfällen, Vorkommnissen mit gefährlichen Stoffen immer wichtiger. Die Feuerwehr braucht neben den Löschfahrzeugen sogenannte Wechselladerfahrzeuge: Lastwagen, die mit dem entsprechenden Container für den spezifischen Schadensfall bestückt werden und dann ausrücken.

Das Unwetter am 5. Juli dieses Jahres mit Hagel, Sturm, Überschwemmungen, Blitzeinschlag sowie einer Person, die in einem Auto eingeklemmt war und befreit werden musste, macht es anschaulich: Löschfahrzeuge brauchen diese Ergänzung. Und genau dafür bauen wir Unterstellmöglichkeiten.

Mein Fazit: Eine gute Feuerwehr braucht einen verantwortungsvollen Gemeinderat. Aber nicht nur das! Zentral sind die vielen Freiwilligen. Gut, dass es die Jugendfeuerwehr gibt und auch Frauen, die sich dieser Aufgabe stellen. Ihnen allen gilt ein großer Dank und Anerkennung für ihren Einsatz, der unter dem Leitspruch steht: „Einer für alle – alle für einen“ und „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“.

An dieser Stelle kommen die Fraktionen im Gemeinderat zu Wort. Sie sind für den Inhalt verantwortlich.